Empfohlen 10 Tipps, mit denen Sie sicherer im Internet unterwegs sind

"Das Internet ist gefährlich" - Den Spruch kennen wohl einige! Doch trotzdem wird im Internet immer noch viel zu unvorsichtig gesurft, wodurch gerade nicht so erfahrende Nutzer schnell zu viele Daten von sich preisgeben oder sogar Opfer von Viren, Malware & Co werden.


Wir geben Ihnen nachfolgend 10 Tipps, um im Internet sicherer aber auch Datenbewusster unterwegs zu sein. Natürlich löst das nicht alle Probleme und Risiken! Selbstverständlich gibt es noch zahlreichere weitere Tipps, wir haben Ihnen hier den ersten Schub und die unserer Meinung nach wichtigsten zusammengefasst!


Installieren Sie einen Virenschutz

Die beste Maßnahme um Viren, Adware, Malware & Co neben bewussterem Surfen den Kampf anzusagen ist es, einen professionellen Virenschutz zu installieren. Die Geräte sind meist ab Werk nicht ausreichend geschützt.

Informieren Sie sich daher unbedingt vorm aktiven Surfen im Internet über einen geeigneten Virenschutz - dieser darf ruhig auch was kosten. Reguläre Preise der Marktführer sind hier in der Regel um die 50 Euro bei einer Einzelgeräte-Lizenz pro Jahr. Mit mehr Geräten, wenn Sie z.B. ihre ganze Familie schützen möchten wird eine Lizenz pro Gerät meistens günstiger.

AdBlocker nutzen

Viele ungewollten Seiten werden durch versehentliches Klicken auf Werbung aufgerufen, das muss nicht unbedingt sein, daher: Nutzen Sie, wenn möglich, einen Adblocker. In ihrem Browser können Sie dazu beispielsweise das Addon "AdBlockPlus" nutzen oder mittels eines PiHole-Servers einige Werbeseiten auf DNS-Ebene blocken (für Fortgeschrittene). Leider sind Adblocker nicht für alle Apps erhältlich und für die meisten auch nicht notwendig. Bitte bedenken Sie: Viele Webseiten finanzieren sich aus Werbung, schalten Sie daher Ihren Adblocker für Ihre Lieblingsseiten ab, wenn Sie diese unterstützen möchten.

Nicht überall muss man registriert sein

Betreiber sämtlicher Plattformen sollten nicht mehr wissen, als sie müssen. Legen Sie daher nur auf Seiten oder Plattformen einen Account an, die einen wirklich guten Eindruck machen (unter anderem über eine verlinkte "Impressum" sowie "Datenschutz"-Seite verfügen) und auf denen Sie unbedingt einen benötigen!

Geben Sie im Internet nie mehr Daten preis, als unbedingt notwendig.

Das ist eine sehr gute Faustregel, die Sie bestimmt auch schon mal irgendwann, irgendwo gehört oder gelesen haben. Leider geben zu viele Personen im Internet dennoch viel zu viel von sich preis und erhöhen damit ihr persönliches Risiko enorm.


Wie im vorherigen Tipp bereits niedergeschrieben: Nicht überall muss man registriert sein! Sie müssen nicht auf jeder Social-Media Plattform vertreten sein und falls Sie dies doch sind, beachten Sie bitte den folgenden Tipp:

Bitte stellen Sie ihre Profile möglichst privat ein. Nur Ihre Freunde sollten sehen können, wann Sie Online waren oder was Sie posten. Bitte teilen Sie auch unter keinen Umständen jederzeit Ihren Standort, selbst wenn nur Ihre Freunde auf diesen Zugriff haben.


Gerade jüngere Personen oder Jugendliche neigen dazu sich, als Influencer zu versuchen. Dieser Schritt sollte gut überlegt sein, man sollte sich selbst fragen: Möchte ich, dass, selbst die eine Person, die ich nicht mag, meine Beiträge sehen kann? Ist es mir recht, dass sich vermutlich deutlich ältere Personen ebenfalls meine Inhalte ansehen? Kann ich auch Kritik von anderen Personen, die ich vielleicht nicht direkt verstehe, vertragen?


Als in diesem Sinne "öffentliche Person" sollte man sich den Risiken bewusst sein, die damit einhergehen und sich auch in klaren darüber sein, dass Inhalte nach hinten losgehen und nicht so einfach wieder aus dem Netz entfernt werden können!

Trennen Sie in jedem Fall private und öffentliche Accounts und geben Sie möglichst nicht zu viel preis. (Vor allem nicht Ihren Standort)

Ihre Daten sind sehr beliebt

Große Unternehmen sind wahre Profis im Datensammeln. Geben Sie den Unternehmen nicht mehr Daten als es Ihnen lieb ist.

Als kleines Beispiel: Bei einem Anbieter, der gerne Daten sammelt, kann oder könnte der Standort bis hin zum Wetter in Ihrer Region erfasst werden, um auszuwerten, was man Ihnen als Nächstes anbieten könnte und wann Sie am liebsten kaufen. - Es gibt von mir keine konkrete Möglichkeit, die Datensammelwut komplett zu unterbinden, da wir alle größtenteils auf die Dienste angewiesen sind und die Verarbeitung von Daten höchstens bestmöglich einschränken können, aber: Ein Bewusstsein dafür hilft, sich zu überlegen, welche Daten man in die Hände der Unternehmen legt.


Wer z.B. privat recherchieren möchte, kann auf "DuckDuckGo" setzen.


Haben Sie schonmal was vom Datenhandel im Darknet gehört? - Es gibt im Internet auch zahlreiche Seiten, die nur darauf aus sind möglichst viele Daten von Ihnen zu sammeln. Diese freuen sich dann z.B. darüber diese im Darknet zu verkaufen oder für "Angriffe" auf Sie, z.B. mit Spam oder ähnlichem zu nutzen. Bitte seien Sie vorsichtig und geben unbekannten oder merkwürdigen Seiten nicht zu viele Daten von Ihnen. - Bitte werden Sie bei Spam-Anrufen oder E-Mails kritisch, gerade wenn diese kurz nach der Eingabe der Daten auf einer beschränkt vertrauenswürdigen Seite geschieht. Lassen Sie im Zweifel z.B. die Signaturen einer E-Mail prüfen, um die Richtigkeit des Absenders zu bestätigen.

Sichern Sie ihre Logins und Accounts

Gerade bei Konten / Accounts, die mit Ihrem Bankkonto verknüpft sind oder anderweitig eine sehr hohe Wichtigkeit haben, sollten Sie eine Mehrfaktor-Authentifizierung aktivieren. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich zu Ihrem Kennwort noch ein weiteres Kriterium erfüllen müssen, um Zugang zu erlangen. So bringt Hackern Ihr Kennwort deutlich weniger was. - Dieser zweite Faktor kann z.B. eine Code-Abfrage auf dem Handy sein, wo Sie die angezeigten Zahlen eingeben müssen oder auch ein physischer "Key" sein.


Die Auswahl an weiteren Faktoren sind sehr vielseitig. Prüfen Sie die Verfügbarkeit der einzelnen Optionen bei Ihrem Anbieter (wo Sie Ihren zu sichernden Account haben) und entscheiden Sie sich für eine. Wichtig ist auf jeden Fall: Richten Sie 2FA / Mehrfaktor-Authentifizierung unbedingt ein. Dies erhöht die Sicherheit Ihrer Konten neben einem sicheren Passwort enorm.

Verwenden Sie nur sichere Kennwörter

Ein sicheres Kennwort darf keine Vornamen, Nachnamen, Tiernamen und generell keine Namen enthalten. Auch das Geburtsdatum oder Wörter sind tabu! - Die optimale Länge beträgt mehr als 12 Zeichen, Sonderzeichen sollten neben Zahlen und Buchstaben unbedingt auch enthalten sein!

Wenn Sie Probleme haben sich sichere Kennwörter zu merken, haben wir zwei Ratschläge für Sie:


-> Machen Sie sich einen Merkspruch z.B. "Mein Hamster isst gerne Nüsse und später kuschelt er auch gerne mit mir Abends" und nehmen Sie nur die Anfangsbuchstaben in unserem Fall z.B. "MHigNuskeagmmA" (Das sind jetzt nur die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Wörter von unserem Merkspruch. Nun fehlen uns noch ein paar Zahlen und Sonderzeichen, diese müssen wir irgendwie in den Spruch integrieren. Ich habe das hier mal in unserem Fall wie folgt gemacht "Mein Hamster isst gerne Nüsse und später kuschelt er auch gerne mit !mir Abends18" rauskommt "MHigNuskeagm!mA18". Optimal währen noch ein paar mehr Zahlen und Sonderzeichen, aber das Kennwort bekommt so schnell keiner raus, wir müssen uns dazu nur unseren Merkspruch behalten. Und bitte: Verwenden Sie nicht den gleichen Merkspruch wie im Beispiel!


-> Verwenden Sie einen Passwortmanager und merken Sie sich nur das "Masterkennwort". Der coole Vorteil an Passwort-Managern ist, dass man sich quasi nur ein Hauptkennwort merken muss und anschließend Zugriff auf alle weiteren Kennwörter hat. Diese kann man dann einfach Kopieren und ins entsprechende Feld einfügen und.. Fertig! Ich persönlich empfehle hier den Manager "KeyPass 2" und eher weniger Cloud-Lösungen. Bei meinem Vorschlag sollten Sie allerdings regelmäßig eine Sicherung Ihrer Datei erstellen, wo die Kennwörter gespeichert sind, um vor einem möglichen Datenverlust und damit dem Verlust Ihrer Kennwörter sicher zu sein.

Passwortmanager haben nicht bei allen Personen den besten Ruf, aber: Sie sind im Regelfall komplett sicher und Ihre Kennwörter werden zudem verschlüsselt gespeichert. Sie brauchen keine Angst zu haben, einen Passwortmanager zu verwenden, wenn Sie auf einen Vertrauenswürdigen setzen. Diese Lösung ist in jedem Fall besser als ein unsicheres Kennwort!

Kaufen Sie nur bei verifizierten Shops

Wenn Sie im Internet shoppen und abseits der bekannten Shops unterwegs sind, sollten Sie IMMER prüfen, ob der Shop bereits ein Siegel oder eine Auszeichnung erhalten hat, sowas untermalt in der Regel die Vertrauenswürdigkeit der Shops. Beachten Sie aber bitte: Die Siegel und Auszeichnungen sollten auf die Seite des Ausstellers verlinken, ist das nicht der Fall besteht die Möglichkeit, dass ein Siegel gefälscht ist. Werfen Sie zudem immer einen Blick ins "Impressum", hier sollten Sie die Adresse, E-Mail und Telefonnummer des Unternehmens finden. Auch eine Datenschutzerklärung sollte auf der Seite vorhanden sein. Ist das nicht der Fall, würde ich von solchen Shops lieber die Finger lassen. Ein weiteres Indiz für einen Fake-Shop sind Preise deutlich unter den Angeboten der Konkurrenz.


Seien Sie mit Geld im Internet bitte immer besonders Vorsichtig. Man kann es nicht oft genug sagen.

Seien Sie achtsam bei kostenlosen Angeboten oder Gewinnspielen

Niemand möchte Ihnen was schenken, so ist es im Internet nun mal meistens. Prüfen Sie daher kostenfreie Angebote sehr genau, gerade wenn es um Software, Apps und Gewinnspiele geht. Bitte lassen Sie sich nicht auf Gewinnspiele ein, bei denen Sie viele persönliche Daten eingeben müssen, unter Umständen bereuen Sie das hinterher!

Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen!

Egal wo etwas im Internet steht. Nicht alles sollten Sie glauben, stellen Sie lieber das ein oder andere Mal eine nachträgliche Recherche an und lassen Sie sich nicht sofort von allem überzeugen. Gerade was Download- oder Sicherheitstipps angeht kann auch viel betrogen werden. Halten Sie sich vor Augen, nicht jeder im Internet möchte Ihnen wirklich helfen. Die einen bekommen Provisionen für eine Empfehlung, andere profitieren dadurch, dass Sie sie in eine Kostenfalle mit angeblicher Hilfe locken. Auch Infos über das reale Leben werden verdammt gerne verdreht oder gefälscht. Seien Sie bitte vorsichtig! Glauben Sie nicht alles! - Das gilt auch auf dieser Plattform. Im Grunde kann auch hier die ein oder andere Person bewusst falsche Informationen herausgeben oder Sie in eine Falle locken wollen. Unser Moderationsteam gibt allerdings das beste, solche Informationen schnell zu entfernen und die betroffene Nutzer ("die Täter") zu sperren. Besonders positiv aufgefallene Nutzer*innen erhalten hier auch Auszeichnungen, die ihre Glaubwürdigkeit bestätigen.


IT-Foro wurde ins Leben gerufen um, Ihnen bei Ihren IT-Problemen zu helfen. Zögern Sie daher nicht sich hier zu registrieren und unsere Hilfe im Forenbereich in Anspruch zu nehmen. - Wir geben stets unser bestes!

Dieser Artikel wurde nach besten Gewissem geschrieben, dennoch können wir leider keine Haftung und Garantie für die genannten Inhalte übernehmen. Alle Tipps entsprechen der Meinung des Autors!

Kommentare 1

  • Hallo an alle,

    Im Punkt "installiere einen Virenschutz" muss ich wiedersprechen, ganz besonders für Windows 10 basierende Geräte. Der in Windows per Standard integrierte Windows Defender ist völlig ausreichend, wie https://www.av-test.org/de/antivirus/privat-windows/ belegt. Das installieren von Drittanbietersoftware birgt immer ein Risiko und sollte daher möglichst vermieden werden, wenn sich ein Ziel auch mit Standardsoftware lösen lässt. Drittanbieter-Antivirussoftware ist daher unnötig und stellt eher ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar, als es eigentlich beheben sollte. Siehe dazu: https://www.bsi.bund.de/DE/Ser…15_Kaspersky-Warnung.html

    Für den Adblocker möchte ich ergänzen, dass es neben dem Browser-Addon "AdBlockPlus" und dem Netzwerkprotokoll-basierenden Blocker "PiHole" auch noch einen weiteren netzwerkweiten Blocker namens "AdGuard" gibt. Die letzten beiden genannten Optionen können dabei nicht nur vor nerviger Werbung schützen sondern auch das Risiko von Phising und Schadsoftware minimieren.

    Im Bereich von "Gib nicht alle Daten überall preis" möchte ich ebenfalls folgendes anmerken um die Wichtigkeit dieses Abschnittes zu unterstreichen.

    Im folgenden verlinke ich mal zwei Vorträge zu diesem Thema. Diese Videos dauern zwar beide rund eine Stunde, sind allerdings sehr sehenswert.

    Der erste behandelt das Thema, wie viele Informationen Amazon beim Besuch auf deren Seite über uns sammelt.

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    ...und was man dann so alles mit eigentlich belanglosen Daten machen kann, wenn man sie miteinander verknüpft, sieht man hier:

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    Multiple Factor Authentication

    Ich habe mal eine Arbeit dazu verfasst warum Passwörter zum absichern von Accounts/ Informationen nichts bringen. Wenn interesse besteht, kann ich diese Arbeit in gewissen Abschnitten zur Verfügung stellen, bzw. einen Artikel dazu verfassen.


    Ansonsten möchte ich noch folgendes Sagen:
    Danke Nico für dieses wichtige 1x1 des Umgangs im Internet!!