OSI Referenzmodell



  • Die Schichten werden nach einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen. Um sich die Reihenfolge besser merken zu können gibt es folgende Merkregel: Please Do Not Throw Salami Pizza Away

    Schicht 7, die Anwendungsschicht, erlaubt den Zugriff von Prozessen und Dialogen der Anwenderprogramme. Schicht 6, die Darstellungsschicht (Presentation Layer) interpretiert die Daten für die Anwendung. Überwachung des Informationsaustausches und Codierung/Decodierung (ASCII, UNICODE ...) der Daten und sorgt für die Festlegung der Formate und Steuerzeichen. Diese Schicht bildet oft eine Einheit mit der Anwendungsschicht oder sie fehlt gänzlich. Schicht 5, die Kommunikationssteuerung oder Session Layer, steuert den Aufbau, die Durchführung und Beendigung der Verbindung. Im Fehlerfall erfolgt ein Wiederaufbau der Verbindung. In der Transportschicht (Schicht 4) werden die Daten in Pakete unterteilt, sowie mit der Information (Ports) versehen, welche Anwendung auf dem einen Host diese Daten an welche Anwendung auf dem anderen sendet. Schicht 3, die Vermittlungsschicht (Network), dient hauptsächlich der Datenpaket-Übertragung. Sie ist zuständig für die Wahl der Datenwege (Routing), für Fehlerbehandlung und Flusskontrolle zwischen den Endpunkten einer Verbindung (nicht zwischen den Anwenderprozessen). Die Flusskontrolle auf dieser Ebene schützt den Endpunkt einer Verbindung vor Überlastung. Die Fehlerbehandlung in dieser Schicht bezieht sich nicht auf Übertragungsfehler (dafür ist Schicht 2 zuständig), sondern auf das Erkennen und Beseitigen von Duplikaten, Beseitigen permanent kreisender Blöcke, Wiederherstellen der richtigen Datenpaket-Reihenfolge, usw. Schicht 2, die Sicherungsschicht (Data Link Layer), soll die sichere Verbindung zu den anderen Stationen des Netzwerks gewährleisten. Die Daten aus den darüber liegenden Schichten werden in Datenblöcke, sog. Frames, mit geeigneter Größe (z.B. Ethernet mindestens 64Byte, maximal 1500 Bytes Länge) unterteilt und mit Prüfsummen für eine spätere Fehlererkennung versehen. Hier erfolgt auch die Synchronisation der Daten und die Flusskontrolle statt. Bei lokalen Netzwerken werden die MAC-Absender- und Empfängeradresse eingefügt. Die unterste Schicht 1, die Bitübertragungsschicht oder Physical Layer, definiert, wie die Daten physikalisch übertragen werden. Pegel, Kabel, Modulation werden für jeden Netzwerktyp festgelegt.

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